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Fallstudie: Wenn aufblasbare Aufstehhilfen das Bücken ersetzen

Einleitung

Bei diesem Projekt steht als Ausgangspunkt die Tatsache, dass pro Jahr etwa 1700 ältere Mitbürger im Stadtgebiet von Kopenhagen in ihrem eigenen Zuhause stürzen und ohne Hilfe nicht wieder aufstehen können. Zu solchen Stürzen werden Mitarbeiter der häuslichen Pflege gerufen, doch häufig muss auch noch die Feuerwehr zur so genannten Hebe-Unterstützung angefordert werden.

Daraus resultierte, dass die Betroffenen häufig länger als eine Stunde auf dem Boden liegen mussten, bis Hilfe eintraf, da sich die Feuerwehr primär um Notfälle und lebensbedrohliche Ereignisse kümmern muss.

Ein Pilotprojekt beschäftigte sich mit Wegen zur Lösung des Problems mithilfe aktueller Technologien und entdeckte neue Möglichkeiten der Herangehensweise, so dass die Einsätze der Feuerwehr reduziert und somit auch die Wartezeit sowohl für den Gestürzten als auch für die Mitarbeiter verkürzt werden konnten.

Im Jahr 2008 wurden als Ergebnis zwei mobile Aufstehhilfen in zwei Einrichtungen der häuslichen Pflege getestet. Das Pilotprojekt zeigte, dass die veränderten Arbeitsroutinen durch die Einführung des neuen Hilfsmittels nicht nur zu einer besseren, sondern auch effektiveren Erledigung der Aufgabe und zu einer besseren Arbeitsumwelt für die Mitarbeiter führten.

Aufhelfen älterer Menschen, die gestürzt sind

Ein Projekt, das sich mit der Entwicklung und dem Test der Produkte beschäftigt, hat gezeigt, dass in der Regel der Übergang aus dem Liegen ins Sitzen für den Betroffenen am schwierigsten ist. Dies ist auch für den Betreuer die größte berufsspezifische Belastung, da er ohne eine Hilfe des Gestürzten selbst dessen Eigengewicht bewegen muss.

Zunächst muss betont werden, dass die Umstände in jedem einzelnen Fall anders sind. Aber es gibt zwei charakteristische Abläufe:

  1. Eine Privatperson betätigt den Hausnotruf, wenn sie gestürzt ist und nicht alleine wieder aufstehen kann. Der ambulante Pflegedienst sendet zwei Mitarbeiter, von denen einer eine Pflegekraft ist.
  1. Ein Betreuer besucht zum vereinbarten Termin eine Privatperson und beim Eintreffen sieht er, dass diese gestürzt ist. Falls der Betreuer den Gestürzten nicht zum Aufstehen anleiten kann, wird der ambulante Pflegedienst angerufen und Hilfe angefordert. Falls der Betreuer auch nur den leisesten Verdacht hat, dass der Gestürzte sich verletzt haben könnte, soll die Hebe-Unterstützung von einer Pflegekraft geleistet werden.

Aufgrund der möglichen berufsspezifischen Belastung durch das Aufheben von Personen besagen die Arbeitsanweisungen, dass die Mitarbeiter zunächst versuchen müssen, den Gestürzten so anzuleiten, dass er aus eigener Kraft vom Boden auf einen Stuhl oder das Bett gelangt. Für Situationen, in denen die Mitarbeiter den Gestürzten nicht zum Aufstehen anleiten können, hat die Stadt Kopenhagen eine Vereinbarung mit der Feuerwehr getroffen, dass diese zur erweiterten Hebe-Unterstützung angefordert wird.

 

Projektziel und Arbeitsersparnis

Ziel des Projekts war die Optimierung der Arbeitsabläufe beim ambulanten Pflegedienst durch die Einführung von mobilen Aufstehhilfen als dauerhafte Hilfsmittel.

Vor dem Start des Projekts war der ambulante Pflegedienst im Durchschnitt 150 Minuten mit Stürzen beschäftigt, bei denen die Mitarbeiter den Gestürzten nicht zum Aufstehen anleiten konnten und somit die Feuerwehr zur Unterstützung anfordern mussten. Es wurde erwartet, dass durch die Verfügbarkeit von mobilen Aufstehhilfen der Hauspflegedienst in der Lage sein würde, sich um dieselbe Art von Stürzen in 2 x 25 Minuten mit zwei Mitarbeitern (50 Minuten insgesamt) zu kümmern.

Da es jedes Jahr zu 1700 Stürzen kommt, bei denen der Mitarbeiter den Gestürzten nicht zum Aufstehen anleiten kann, wurden als Zeitersparnis in Kopenhagen jährlich etwa 5,2 Vollzeitkräfte oder 1,6 Mio. dänische Kronen (EUR 214.500) veranschlagt.

Man erwartete auch, dass das Projekt eine Reihe von positiven Nebeneffekten haben würde, wie zum Beispiel ein verbessertes Arbeitsumfeld und bessere Leistungen für die Einwohner. Denn die Einführung der mobilen Aufstehhilfen würde ein schonenderes Heben sowohl für den Gestürzten als auch für den Mitarbeiter mit sich bringen.

 

Erfolgskriterien

Mit dem Projekt sollten die folgenden sieben Erfolgskriterien erreicht werden:

  1. Die Arbeitsersparnis.

Durch Einführung der Technologie der mobilen Aufstehhilfen ergibt sich ein belegtes Einsparpotenzial für die häusliche Pflege in der Stadt Kopenhagen von jährlich etwa 5,2 Vollzeitkräften oder 1,6 Mio. DKK.

  1. Mehr Stürze können ohne den Einsatz der Feuerwehr geregelt werden

Mehr Sturzsituationen als vorher können nun vom ambulanten Pflegedienst ohne Einsatz der Feuerwehr geregelt werden.

  1. Die Perspektive der Mitarbeiter

Der Mitarbeiter selbst hat ein positives Erlebnis bei der Aufgabe „Nach einem Sturz vom Boden aufhelfen“ durch die Verwendung der Technologie der mobilen Aufstehhilfen. Die Mitarbeiter erleben Arbeitsersparnis als positiv.

  1. Die Perspektive der Gestürzten

Der Gestürzte erlebt eine schonendere Erfüllung der Aufgabe „Nach einem Sturz vom Boden aufhelfen“ durch die Verwendung der Technologie der mobilen Aufstehhilfen.

  1. Die Organisation

Die Organisation von Lagerung, Transport und Instandhaltung der mobilen Aufstehhilfen läuft reibungslos.

  1. Die Schulung

Der betreffende Mitarbeiter des ambulanten Pflegedienstes absolviert eine Schulung zum Einsatz der Technologie der mobilen Aufstehhilfen in Form eines Einführungskurses, praktischen Trainings und einer allgemeinen Einführung in die Techniken zum Bewegen von Menschen.

 

Technologie

Das Pilotprojekt hatte gezeigt, dass die Mitarbeiter offen für den Einsatz einer mobilen Aufstehhilfe und für die Erledigung der Aufgabe ohne fremde Hilfe waren. Es wurde jedoch auch klar, dass es sehr wichtig ist, dass die mobile Aufstehhilfe zuverlässig funktioniert. Falls der Mitarbeiter das Gefühl hat, dass er sich auf die Aufstehhilfe nicht verlassen kann, setzt er sie von vornherein nicht ein.

Basierend auf einer Reihe qualitativer und quantitativer Anforderungen wurde entschieden, mobile Aufstehhilfen des Typs Mangar ELK anzuschaffen.

Das ELK ist ein aufblasbares Hebekissen, mit dem ein, maximal zwei Mitarbeiter einem Gestürzten mit einem Gewicht von bis zu 450 kg vom Boden aufhelfen können, ohne ihren Rücken zu belasten. Durch die maximale Sitzhöhe von 56,5 cm wird erreicht, dass der Gestürzte bei aufgeblasenem Kissen alleine (oder mit Unterstützung der Mitarbeiter) aufstehen und dann am Rollator stehen oder sich auf einen Stuhl oder aufs Bett setzen kann.

Das ELK wiegt insgesamt 9,7 kg und besteht aus einem Hebekissen mit 4 Segmenten, einem Kompressor und einer Handbedienung. Die vier Kissen werden über einen kleinen transportablen Kompressor mit Luft gefüllt. Während Luft in die Segmente gepresst wird, wird der Gestürzte angehoben, bis er sich auf einer Höhe befindet, in der der Mitarbeiter ihn ohne Belastung seines Rückens bewegen kann.

Das Pilotprojekt hatte gezeigt, dass die geeignetste Lösung darin bestand, die mobilen Aufstehhilfen in den Fahrzeugen des Pflegedienstes zu deponieren. Da bei Stürzen die Einschätzung einer qualifizierten Pflegekraft erforderlich ist, wird hierdurch sichergestellt, dass die Aufstehhilfen rasch bei einer Privatperson eingesetzt werden können, die nach einem Sturz Hilfe beim Aufstehen vom Boden benötigt. Die Anforderung galt als erfüllt, wenn jede Einrichtung eines Pflegedienstes mit jeweils drei mobilen Aufstehhilfen ausgestattet wurde.

 

Datenbasis

Die Untersuchung wurde von Arbejdsmiljø København (Arbeitsumwelt Kopenhagen) durchgeführt und lieferte einen Gesamteindruck der Auswirkungen durch die Einführung der mobilen Aufstehhilfe in der häuslichen Pflege.

Die Untersuchung basiert auf qualitativen und quantitativen Daten, die aus sechs unterschiedlichen Quellen stammen:

  • Studien-Workshop
  • Teilnehmerbeobachtung
  • Befristete Registrierung der Nutzung mobiler Aufstehhilfen
  • Gesammelte Daten zum Einsatz der Kopenhagener Feuerwehr
  • Analyse ausgewählter Teile der Zufriedenheitsmessung der Stadt Kopenhagen
  • Befragung der beiden Kursleiter von Arbejdsmiljø København

 

Ergebnisse

Erfolgskriterium 1: die Arbeitsersparnis.

Durch Einführung der Technologie der mobilen Aufstehhilfen ergibt sich ein belegtes Einsparpotenzial für die häusliche Pflege in der Kommune Kopenhagen von jährlich etwa 5,2 Vollzeitkräften oder 1,6 Mio. DKK.

Es wurde erwartet, dass durch die Verfügbarkeit von mobilen Aufstehhilfen der Pflegedienst in der Lage sein würde, sich um dieselbe Art von Stürzen in 2 x 25 Minuten mit zwei Mitarbeitern zu kümmern. Zwei Mitarbeiter sind erforderlich, um einem Mitbürger nach einem Sturz mit einer mobilen Aufstehhilfe vom Boden aufzuhelfen. Die Untersuchung zeigte, dass bei zwei Mitarbeitern im Durchschnitt 2 x 22 Minuten benötigt wurden.

Die Dokumentation von Stürzen in den beiden Einrichtungen der ambulanten Pflege und beim 24-Stunden-Dienst (Døgnbasen) zeigte, dass die von zwei Mitarbeitern benötigte Zeit insgesamt zwischen 10 und 80 Minuten lag. Die großen Schwankungen lassen sich vermutlich durch die Tatsache erklären, dass es sehr große Unterschiede bei der möglichen Mitarbeit des Gestürzten gibt und bei der Zeit, die es daher dauert, dem Gestürzten an seinen Rollator, auf einen Stuhl oder ins Bett zu helfen.

 

Zeitaufwand

 

Die Ausgangsmessung zeigte, dass vor dem Start des Projekts der Pflegedienst im Durchschnitt 150 Minuten mit denjenigen Stürzen beschäftigt war, bei denen die Mitarbeiter den Gestürzten nicht zum Aufstehen anleiten konnten und die Feuerwehr zur Unterstützung anfordern mussten.

Da es jährlich zu 1700 Stürzen kommt, bei denen der Mitarbeiter den Gestürzten nicht zum Aufstehen anleiten kann, betrug die Zeitersparnis in der Stadt Kopenhagen jährlich etwa 5,6 Vollzeitkräfte oder 1,85 Mio. DKK ((Methode: 1.700 Stürze x 106 Minuten/940 Stunden durchschnittliche jährliche Zeit für den Gestürzten pro Mitarbeiter (Durchschnitt für Sozialarbeiter, medizinisches Personal und Pflegekräfte)) x (1940 jährliche Bruttonorm pro Mitarbeiter/940 Stunden) x (170 DKK durchschnittlicher Stundenlohn lt. fldnet.dk) – (1 Vollzeitkraft für die praktische Organisation)).

 

Erfolgskriterium 2: Mehr Stürze können ohne den Einsatz der Feuerwehr geregelt werden

Mehr Sturzsituationen als vorher können nun vom Pflegedienst geregelt werden.

Der ambulante Pflegedienst hat im Juli 2009 einen neuen Kooperationsvertrag mit der Kopenhagener Feuerwehr geschlossen. Dieser Vertrag hat den Zweck, dass der Pflegedienst die notwendige Hebe-Unterstützung der Kopenhagener Feuerwehr bei der Versorgung von Mitbürgern, die zu Hause gestürzt sind, erhalten soll.

Der Dienst ist auf solche Fälle beschränkt, in denen ein Mitbürger im eigenen Zuhause gestürzt ist und der Pflegedienst den Gestürzten nicht wieder auf die Füße bekommt. Selbst nach Eintreffen der Feuerwehr ist der Pflegedienst für den Mitbürger verantwortlich und darf den Gestürzten auch nach Eintreffen der Feuerwehr nicht verlassen.

2007 wurde die Kopenhagener Feuerwehr in 520 Fällen zur Unterstützung bei Stürzen von Mitbürgern im eigenen Zuhause angefordert. 2009 sank diese Zahl auf 96 Einsätze und für 2010 werden es schätzungsweise 84 Einsätze sein. Die Registrierungsumfrage zeigte, dass bei lediglich 4 % der Stürze, bei denen eine mobile Aufstehhilfe verwendet wurde, der Aufhelfversuch abgebrochen und die Feuerwehr zur Unterstützung angefordert werden musste.

 

Anzahl der Unterstützungen durch die Feuerwehr

 

 

Grund dafür, dass bereits 2009 ein deutlicher Rückgang zu verzeichnen war, war die Verwirrung wegen des neuen Vertrags von September 2009. Hier war eine Reihe von Mitarbeitern fälschlicherweise davon ausgegangen, dass sie die Feuerwehr nicht mehr anfordern durften, sondern mit allen Stürzen selbst zurechtkommen mussten.

Die Zahlen ab 2011 werden wahrscheinlich noch niedriger sein, da bis dahin die mobilen Aufstehhilfen vollständig in den Alltag integriert sein werden, vor allem dann, wenn es eine zufriedenstellende Lösung für das Problem gibt, dass die mobilen Aufstehhilfen als schwer und unhandlich im Transport angesehen werden.

Unter der Annahme, dass die Anzahl der Stürze, bei denen eine Unterstützung nötig ist, konstant bleibt, bedeutet ein Rückgang von 520 Einsätzen im Jahr 2007 auf schätzungsweise 84 Einsätze im Jahr 2010, dass die Unterstützung durch die Feuerwehr in nur 16 % der Fälle erforderlich war. Da das Ziel bei 15 % lag, muss geschlossen werden, dass das Projekt sein Ziel erreicht hat.

 

Weniger psychisch belastende Zusammenarbeit

Die Untersuchung zeigt, dass die erweiterten Möglichkeiten des Pflegedienstes, Mitbürgern nach einem Sturz aufzuhelfen, als eine Verbesserung der psychischen Arbeitsumwelt angesehen werden.

Es gab früher viele Fälle, in denen Mitarbeiter das Gefühl hatten, dass die angeforderten Feuerwehrleute sich fragten, ob ihre Unterstützung wirklich nötig sei. Dies wurde als psychisch belastend erlebt, was das Gefühl der Hilflosigkeit noch verstärkte, das viele Mitarbeiter verspürten, wenn sie gezwungen waren, einen Gestürzten längere Zeit am Boden liegen zu lassen, weil sie ihn nicht zum Aufstehen anleiten konnten.

„Eines der besten Dinge an der Sache war, dass wir nicht mehr mit verärgerten Feuerwehrleuten zurechtkommen mussten.“ (Mitarbeiter beim Pflegedienst)

„Wenn wir jetzt die Feuerwehr anfordern, haben wir nicht mehr denselben Konflikt, da wir sagen können, dass wir es selbst versucht haben.“ (Mitarbeiter beim Pflegedienst)

 

Erfolgskriterium 3: die Perspektive der Mitarbeiter

Der Mitarbeiter erlebt eine erfolgreiche Erfüllung der Aufgabe „Nach einem Sturz vom Boden aufhelfen“ durch die Verwendung der Technologie der mobilen Aufstehhilfen. Die Mitarbeiter erleben Arbeitsersparnis als positiv.

Für die Mitarbeiter war die Arbeitsersparnis nur ein kleiner Aspekt bei ihrer positiven Wahrnehmung der mobilen Aufstehhilfen.

Der zeitliche Aspekt ist jedoch für die Mitarbeiter von konkreterer und praktischerer Bedeutung. Erstens spielt die Zeit eine Rolle, bei den genannten Irritationen durch das lange Warten auf die Unterstützung der Feuerwehr. Zweitens ist sie von Bedeutung, da der Zeitpunkt eines Sturzes natürlich nicht vorhersagbar ist und es sich um eine dringende Aufgabe handelt. Es besteht daher ein größeres Risiko, dass die Aufgabe, je länger sie dauert, umso stärker mit anderen Aufgaben in einem engen Zeitplan kollidiert, was den Stresslevel erhöht.

„Das ELK sorgt dafür, dass die Zeitpläne weniger häufig geändert werden müssen.“ (Gruppenleiter)

Für die Mitarbeiter ist es jedoch sehr wichtig, dass die mobilen Aufstehhilfen Hilfsmittel sind, die ihre Arbeit bei einer sehr spezifischen und schwierigen Aufgabe erleichtern. Sie erleben die mobilen Aufstehhilfen als nützliches Hilfsmittel.

„Es ist ziemlich schwer zu verstehen, dass wir sie nicht schon immer gehabt haben. Sie sind ein natürlicher Bestandteil unserer Arbeit.“ (Mitarbeiter)

Wenn wir uns in den Arbeitszufriedenheitsumfragen der Stadt Kopenhagen aus den Jahren 2008 bzw. 2010 konkret die Frage „Ich verfüge über die Hilfsmittel und Ressourcen, die ich benötige“ ansehen, sehen wir eine klare positive Entwicklung bei allen Hauspflegeeinheiten. Der Anstieg liegt zwischen 0,1 und 0,5 Prozentpunkten.

 

Ich verfüge über die Arbeitsgeräte und Hilfsmittel, die ich benötige

 

 

Es wird als sehr positiv erlebt, dass die Mitarbeiter neue Optionen bei der Unterstützung von Gestürzten haben.

„Wir sind sehr zufrieden mit dem ELK und die Mitbürger sind es auch. Sie können ohne Schmerzen ins Sitzen gelangen und spontan vom ELK aufstehen.“ (Mitarbeiter)

Die Mitarbeiter erklärten, dass es für sie von großer Bedeutung ist, dass sie diese Aufgabe selbst erledigen können: dass sie dem Gestürzten ganz aufhelfen können, sicherstellen, dass es ihm gut geht, und sich dann wieder anderen Aufgaben widmen können – anstelle bis zu einer Stunde lang herumsitzen und auf Unterstützung warten zu müssen. Es gibt ihnen ein Gefühl von Autorität und Kompetenz bei der Erledigung ihrer Aufgaben.

Es verlangt ein gewisses Maß an Praxis und guter Zusammenarbeit zwischen den beiden Mitarbeitern, um einem Gestürzten erfolgreich mit einer mobilen Aufstehhilfe aufzuhelfen. Der eine Mitarbeiter bereitet das Kissen und den Kompressor vor, während der andere mit dem Gestürzten spricht, ihm erklärt, was gleich geschehen wird, und sicherstellt, dass ein Stuhl oder ein Rollator für den Gestürzten bereitstehen.

Gemeinsam lagern die beiden Mitarbeiter den Gestürzten auf das Kissen um – gegebenenfalls mithilfe eines Gleittuchs. Der eine Mitarbeiter bedient die mobile Aufstehhilfe, während der andere dahinter steht und dem Gestürzten Halt gibt. Wenn dem Gestürzten vom Boden aufgeholfen wurde und er auf einem Stuhl sitzt oder im Bett liegt, wird die mobile Aufstehhilfe mit Alkohol gereinigt und in der Tasche verstaut.

Die sachgemäße Anwendung der mobilen Aufstehhilfen erfordert, dass die Mitarbeiter mit dem Gestürzten kommunizieren können. Das ist schwer, wenn der Gestürzte sehr verwirrt ist, unter Drogeneinfluss steht oder aus anderen Gründen nicht mitarbeiten kann. Dies kann bisweilen bedeuten, dass der Aufhelfversuch abgebrochen und die Feuerwehr angefordert werden muss.

Die einzige immer wiederkehrende Kritik in Bezug auf die Anwendung der mobilen Aufstehhilfen ist die, dass die Produkte als schwer und unhandlich wahrgenommen werden, insbesondere wenn sie beispielsweise bis in den fünften Stock transportiert werden müssen. Einige Mitarbeiter nutzten die schwierigen Transporte der mobilen Aufstehhilfe als Ausrede, das neue Hilfsmittel nicht zu akzeptierten.

„Ich bin nicht so groß und ich glaube es lässt sich schlecht tragen. Ich muss schon zugeben, dass ich es nicht häufig genug mitnehme, zum Beispiel wenn ich in eine Wohnung im fünften Stock muss und ich weiß, dass das Treppenhaus eng ist.“ (Mitarbeiterin)

Dank des Feedbacks, zum Beispiel vom ambulanten Pflegedienst, entwickelt der Hersteller gerade einen Prototyp in einem Rucksack als Lösung für das Transportproblem.

Die Untersuchung zeigt sehr deutlich, dass Mitarbeiter die Erfahrung gemacht haben, dass die Implementierung mobiler Aufstehhilfen als Arbeitsgeräte die Auswirkungen sowohl auf die physische als auch die psychische Arbeitsumwelt bei der Aufgabe, einem Gestürzten wieder vom Boden aufzuhelfen, verringert hat.

„Die Rückenschmerzen sind nicht mehr so schlimm wie zuvor. Nach einer langen Nacht konnte man ganz schön fertig sein.“ (Mitarbeiter)

Die körperlichen Belastungen treten auf, wenn die Mitarbeiter versuchen, den Gestürzten vom Boden aufzuheben. Der Transfer vom Boden stellt eine besondere Belastung für den Körper dar, da es unmöglich ist, die Wirbelsäule in ihrer natürlichen neutralen Position zu halten und ein Verdrehen oder Krümmen des Rückens beim Transfer zu vermeiden.

 

Ich kann meiner Arbeit ohne strapaziöse Arbeitshaltungen nachgehen

 

 

Zur psychischen Belastung kommt es teilweise aufgrund des Stresses und der Hilflosigkeit, die man wegen der Unfähigkeit, einem Gestürzten aus einer unangenehmen und unwürdigen Situation zu helfen, und dem langen Warten auf Unterstützung durch die Feuerwehr erlebt. Aber Stress tritt auch auf, wenn andere geplante Aufgaben kurzfristig verschoben werden müssen, um auf eine Notfallsituation zu reagieren.

Zusätzlich dazu, dass die mobilen Aufstehhilfen die tatsächliche berufsspezifische Arbeitsbelastung reduzieren, haben sie auch einen eher indirekten Einfluss auf die Arbeitsumwelt, indem sie die potenzielle Belastung in den Fokus stellen, die Transferaufgaben mit sich bringen. Denn die Verwendung eines Hilfsmittels wie einer mobilen Aufstehhilfe macht den Mitarbeitern bewusst, dass es sich um eine Transferaufgabe handelt, die den Körper belastet.

„Die Mitarbeiter verstehen nun besser die Bedeutung von Transfers und Prävention.“ (Arbeitsumwelt-Manager)

Man sollte sich jedoch bewusst sein, dass die Verwendung einer mobilen Aufstehhilfe an sich auch eine Belastung für den Körper darstellen kann, da der Mitarbeiter den Gestürzten vom Boden auf das Kissen der mobilen Aufstehhilfe transferieren muss.

„Dies kann schwierig sein, da man sich hinknien muss und den Gestürzten, der auf dem Boden liegt, fassen muss.“ (Mitarbeiter)

Außerdem empfinden es einige Mitarbeiter als Last, die mobile Aufstehhilfe die Treppen hochtragen zu müssen:

„Pflegekräften tut der untere Rücken weh, nachdem sie das ELK aus dem Auto, die Straße entlang und hoch in den dritten Stock getragen haben und wenn sie während des Betriebs des Gerätes in einer ungeeigneten Haltung dastehen.“ (Arbeitsumwelt-Vertreter)

Man ist allgemein der Ansicht, dass die Verwendung mobiler Aufstehhilfen einen positiven Effekt auf die Anzahl der Arbeitsunfälle gehabt hat. Bisher war es nicht möglich festzustellen, ob die gemeldeten Unfälle dies widerspiegeln.

Man ist allgemein der Ansicht, dass die Verwendung mobiler Aufstehhilfen einen positiven Effekt auf die Anzahl der krankheitsbedingten Fehltage gehabt hat. Bisher war es jedoch nicht möglich festzustellen, ob die Statistiken dies widerspiegeln, wenn man die ersten zwei Quartale von 2008 und 2010 vergleicht.

 

Krankheitsbedingte Fehltage insgesamt

 

 

 

Erfolgskriterium 4: die Perspektive der Gestürzten

 

Der Gestürzte erlebt eine schonendere Erfüllung der Aufgabe „Nach einem Sturz vom Boden aufhelfen“ durch die Verwendung der Technologie der mobilen Aufstehhilfen.

Der Gestürzte kann sich sicher fühlen, da die Mitarbeiter ihn beruhigen, ihm sagen, was gleich geschehen wird, und ihn während des Hebevorgangs halten. Es ist ebenfalls von großer Bedeutung, dass der Gestürzte rasch aus einer Situation herausgebracht wird, die unbequem und entwürdigend ist.

„Die Menschen haben ein angenehmes Aufsteh-Erlebnis – alles läuft sehr ruhig ab.“ (Mitarbeiter)

Einige Mitbürger erleben die Situation beim Einsatz einer mobilen Aufstehhilfe als umständlich und langsam, da es trotzdem Zeit braucht, die mobile Aufstehhilfe vorzubereiten und die vier Kissen aufzupumpen. Es fällt Ihnen schwer zu verstehen, warum die Mitarbeiter sie nicht einfach hochheben. Doch dies ist ein Problem, was sich noch deutlicher zeigte, als man noch auf die Feuerwehr warten musste.

„Einige sagen: Können Sie nicht einfach hier anfassen und mir aufhelfen?…“ (Mitarbeiter)

Die Verwendung der mobilen Aufstehhilfe verlangt ein gewisses Maß an Mitarbeit seitens des Gestürzten. Er muss mit dem Mitarbeiter kommunizieren können und muss über eine gewisse Gleichgewichtsfähigkeit verfügen, damit er während des Hebevorgangs auf dem Kissen sitzen bleibt. Das bedeutet, dass der Mitarbeiter bei einem sehr verwirrten oder unter Drogeneinfluss stehenden Gestürzten aufgeben und die Feuerwehr anfordern muss.

Dieses Problem könnte vom Pflegedienst gelöst werden, indem das in diesem Projekt verwendete Modell der mobilen Aufstehhilfe durch ein größeres Modell ergänzt würde, das auch über eine Rückenlehne verfügt. Hier ist jedoch anzumerken, dass dieses Modell wahrscheinlich noch etwas schwerer als die in diesem Projekt verwendete mobile Aufstehhilfe sein dürfte.

„Sie war sehr betrunken und es war schwierig festzustellen, wie viel sie verstand. Es hätte wahrscheinlich nicht funktioniert, wenn wir beide uns nicht schon gut gekannt hätten.“ (Mitarbeiter)

Es hat sich nicht als sinnvoll erwiesen, das geplante Informationsmaterial für Mitbürger zu dieser Technologie und zur Rolle des Einzelnen bei der Verwendung der mobilen Aufstehhilfen zu erstellen. Die Sturzsituationen werden häufig als einzigartig erlebt und so kommt es entscheidend auf die direkte Kommunikation zwischen dem Gestürzten und dem Mitarbeiter an.

„Der Gestürzte war sehr zufrieden mit dem ELK, obwohl es eine neue Erfahrung für ihn war.“ (Mitarbeiter)

Manchmal sind von der Situation Mitbürger betroffen, die schriftliche Informationen nur schlecht verstehen würden. Doch man kann sich vorstellen, dass bei einer dauerhaften Deponierung einer mobilen Aufstehhilfe in einem Heim, in dem es häufig zu Stürzen kommt, formellere Informationen angemessen wären.

Erfolgskriterium 5: die Organisation

Die Organisation von Lagerung, Transport und Instandhaltung der mobilen Aufstehhilfen läuft reibungslos.

Organisation und Verwaltung der mobilen Aufstehhilfen sind rasch zu einem wesentlichen Bestandteil des täglichen Betriebs jeder Pflegeeinrichtung geworden und zeigen daher auch die Unterschiede auf, die bei den verschiedenen Einheiten bei der Organisation bestehen.

Bei manchen Einrichtungen sind alle drei mobilen Aufstehhilfen in den Einsatzfahrzeugen deponiert, während andere nur zwei Aufstehhilfen in den Fahrzeugen haben, während die dritte beim Pflegemanager deponiert ist. Dass die Aufstehhilfen im Fahrzeug aufbewahrt werden, liegt daran, dass es in Kopenhagen gängige Praxis ist, dass im Falle eines Sturzes eine Pflegekraft angefordert wird. Die Pflegekraft nutzt das Auto als Transportmittel, da zwischen den Pflegebedürftigen teilweise große Entfernungen zurückzulegen sind. Die mobilen Aufstehhilfen sind daher dauerhaft im Auto verstaut.

Da die ambulanten Pflegedienste jeweils über mehr als drei Fahrzeuge verfügen, ist auch eine gewisse Koordination erforderlich. Doch die Untersuchung zeigt, dass dies zu keinerlei Problemen führt.

„Die andern wissen, dass ich das ELK im Auto habe. So springen sie für mich ein, wenn ich mit einem Sturz in ihrem Einsatzbereich beschäftigt bin.“ (Mitarbeiter)

Ein verallgemeinerter Überblick über die Arbeitsroutine könnte so aussehen:

 

 

Im Projektantrag wurde für die Verwaltung der mobilen Aufstehhilfen insgesamt eine Vollzeitkraft für den gesamten Hauspflegedienst veranschlagt. Es ist nicht möglich, den konkreten Zeitaufwand für die Verwaltung der mobilen Aufstehhilfen zu dokumentieren, da diese zeitgleich mit der Implementierung unmittelbar in die allgemeine Verwaltungsarbeit für den Einsatz und die Instandhaltung von Hilfsmitteln eingegangen ist. Doch in der Untersuchung wurden keinerlei Angaben von Veränderungen gefunden, dass die Implementierung der mobilen Aufstehhilfen zu einem zusätzlichen Verwaltungsaufwand für die Hauspflegeeinheiten geführt hätte.

Der geringe Zeitaufwand für die Verwaltung war auch der Tatsache zu verdanken, dass das ELK sehr zuverlässig funktioniert (im Gegensatz zu der im Pilotprojekt verwendeten mobilen Aufstehhilfe) und daher der Hersteller nur ganz selten kontaktiert werden musste.

„Ganz selten geht mal etwas schief. Ansonsten haben wir es so eingerichtet, dass diejenigen, die das ELK verwendet haben, auch zurückmelden müssen, wenn es Probleme gibt.“ (Teamleiter)

 

Erfolgskriterium 6: die Schulung

Der betreffende Mitarbeiter des Pflegedienstes hat eine Schulung zum Einsatz der Technologie der mobilen Aufstehhilfen in Form eines Einführungskurses, praktischen Trainings und einer allgemeinen Einführung in die Techniken zum Bewegen von Menschen absolviert.

Eine gute Anleitung für den Einsatz eines neuen Hilfsmittels minimiert das Risiko, dass die Mitarbeiter von der Verwendung einer mobilen Aufstehhilfe zurückschrecken, weil sie sich entweder nicht kompetent genug fühlen oder weil sie sein Potenzial nicht richtig einschätzen können.

Die konkrete Zielgruppe für die Kurse umfasste vorwiegend die mit Transfers betrauten Mitarbeiter im Pflegedienst und beim 24-Stunden-Dienst, deren Aufgabe der Umgang mit Stürzen ist und die bei Stürzen in direktem Kontakt mit dem Betroffenen stehen. Das Wissen, das sie sich über die Verwendung der mobilen Aufstehhilfen angeeignet haben, könnten sie sowohl bei ihrer eigenen Arbeit als auch für ihre Aufgaben bei der Anleitung der einzelnen Hauspflegeeinheiten nutzen.

Insgesamt 178 Mitarbeiter nahmen an einem der neun Kurse teil. Alle Pflegedienste nahmen teil – wenn auch mit sehr unterschiedlichen Mitarbeiterzahlen. Dies lag vor allem daran, dass die Schulungen lokal unterschiedlich organisiert wurden. Die Mitarbeiter kamen aus den verschiedensten Berufsgruppen:

 

Teilnehmer nach Einheit

 

 

 

Der Kurs dauerte 3 Stunden und wurde in der „Bettenstation“ von Arbejdsmiljø København durchgeführt.

Die Schulung war aufgeteilt in ein praktisches Training in der Verwendung mobiler Aufstehhilfen und ein allgemeineres Training in Transfertechniken.

Im praktischen Training sollte das Personal in die Verwendung des Produkts eingewiesen werden. Die Kursteilnehmer wurden mit der mobilen Aufstehhilfe vertraut gemacht und arbeiteten mit ihr, bis sie mit ihrem Einsatz gut zurechtkamen. Gleichzeitig hatten sie Gelegenheit, ein unmittelbares Feedback zu den mobilen Aufstehhilfen zu geben und Verbesserungsvorschläge zu machen. Diejenigen, die bereits eine mobile Aufstehhilfe in der Praxis verwendet hatten, konnten über ihre Erfahrungen berichten.

„Es ist sehr effektiv, wenn einige der Kursteilnehmer den anderen berichten können, dass das ein gutes Hilfsmittel ist.“ (Kursleiter)

Wenn die Mitarbeiter mit der Verwendung der Aufstehhilfe gut zurechtkommen, ist die Gefahr geringer, dass sie den Gestürzten doch wieder selbst aufheben oder unnötigerweise die Feuerwehr anfordern. Schließlich beruhigt auch die Zuversicht der Mitarbeiter den Gestürzten, so dass dieser keine Angst vor der neuen, ungewohnten Methode hat.

Im gesamten Training in Transfertechniken eigneten sich die Kursteilnehmer Wissen über Transfers auf dem Boden an. Sie beschäftigten sich mit Arbeitshaltungen und -methoden, um die belastendsten Stellungen und Bewegungen zu vermeiden.

„Es ist sehr wichtig, dass die Mitarbeiter strukturierte Anweisungen für den Einsatz einer mobilen Aufstehhilfe erhalten und die Möglichkeit haben, sie auszuprobieren. Andernfalls besteht das Risiko, dass die Aufstehhilfe ungenutzt in der Ecke landet.“ (Kursleiter)

Die Mitarbeiter erlebten die Schulung als sehr sinnvoll und erfolgreich. Sie waren anschließend in der Lage, ihre Kolleginnen und Kollegen auf lokaler Ebene zu schulen und nahmen an wöchentlichen Gruppentreffen teil, so dass sie sich alle in der Bedienung der mobilen Aufstehhilfen qualifiziert haben.

Nach Einschätzung des Kursleiters hätte die Schulung ohne Abstriche bei der Qualität auch auf 2 Stunden verkürzt werden können.

 

Erfolgskriterium 7: die Technologie

Das Projekt arbeitete mit einer Ausschreibung, um sicherzustellen, dass der beste private Partner in Bezug auf Wirtschaftlichkeit, Qualität, technologische Entwicklungsmöglichkeiten, Service etc. gefunden wird.

Der Ausschreibungsprozess verlief ohne jegliche Probleme. Nachdem man seine Lektionen aus dem Pilotprojekt gelernt hatte, war es möglich, klare technische und qualitative Anforderungen für die Aufstehhilfen zu erarbeiten und das qualifizierteste Produkt namens ELK auszuwählen.

In den Ausschreibungsunterlagen wurde betont, dass die mobile Aufstehhilfe in der Lage sein sollte, die Aufgabe „Nach einem Sturz vom Boden aufhelfen“ durch Anheben einer Person vom Boden auf eine Höhe von mindestens 55 cm zu erledigen.

Außerdem war eine Reihe von Anforderungen basierend auf den Bedürfnissen der Mitarbeiter enthalten:

  • Tiefes Anheben des Gesamtgewichts (maximal 5 kg/10 kg)
  • Geringes Gesamtgewicht (maximal 10 kg)
  • Zu verwenden sowohl mit Strom als auch mit Akku
  • Aufstehhilfe sollte leicht zu reinigen sein
  • Aufstehhilfe sollte leicht zu transportieren sein (auch beim Treppensteigen)
  • Neue Anwender der Aufstehhilfe sollten leicht in ihren Gebrauch eingewiesen werden können.

Und schließlich orientierten sich zwei Anforderungen an den Bedürfnissen der Gestürzten:

  • Hohes Anwendergewicht (mindestens 250 kg)
  • Beim Anheben sollte der Gestürzte sich sicher fühlen.

Es gab zwei Anbieter, die Angebote abgaben, doch nur einer konnte die Anforderungen erfüllen. Mit diesem Anbieter wurde ein Vertrag geschlossen. Der Vertrag hat keine feste Laufzeit, sondern läuft zunächst ein Jahr. Danach werden die Aufstehhilfen vermutlich in den allgemeinen kommunalen Betrieb übergehen.

 

Zusammenfassung

Das Projekt hat sein Ziel voll erreicht. Es hat sich als möglich erwiesen, die Arbeitsroutinen durch die Mitarbeiter des ambulanten Pflegedienstes selbst mithilfe von mobilen Aufstehhilfen zu optimieren. Sie können damit nun Gestürzten vom Boden aufhelfen und müssen nicht mehr auf die Unterstützung der Feuerwehr warten.

Die optimierte Arbeitsroutine setzt die Arbeitskraft von schätzungsweise 5,6 Vollzeitkräften frei, also 0,4 Vollzeitkräfte mehr als für die Arbeitsersparnis veranschlagt.

Vor dem Start des Projekts war der Hauspflegedienst im Durchschnitt 150 Minuten mit denjenigen Stürzen beschäftigt, bei denen die Mitarbeiter den Gestürzten nicht zum Aufstehen anleiten konnten und daher die Feuerwehr zur Unterstützung anfordern mussten. Es wurde erwartet, dass durch die Verfügbarkeit von mobilen Aufstehhilfen der Hauspflegedienst in der Lage sein würde, sich um dieselbe Art von Stürzen in 2 x 25 Minuten mit zwei Mitarbeitern zu kümmern. Die Untersuchung zeigte, dass bei zwei Mitarbeitern im Durchschnitt 2 x 22 Minuten benötigt wurden.

Das Projekt umfasste einen dreistündigen Kurs, der von Arbejdsmiljø København für die mit Transfer betrauten Mitarbeiter in den Hauspflegeeinheiten und dem 24-Stunden-Dienst, deren Aufgabe der Umgang mit Stürzen ist, durchgeführt wurde. Diese schulten anschließend ihre Kolleginnen und Kollegen. Insgesamt 178 Mitarbeiter aus allen Hauspflegeeinheiten und dem 24-Stunden-Dienst nahmen an einem der neun Schulungskurse Teil.



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